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Geschichte

Auch wenn die Fassaden der heutigen Rathaushotels noch an die Stilepoche des frühen 19. Jahrhunderts erinnern – darunter verbirgt sich eine wechselhafte, interessante Geschichte. Sie erlebten Brände, dienten sogar als Lazarett oder der NVA der DDR als Ferienheim. Nach weiteren Besitzwechseln, Modernisierungsmaßnahmen und Leerständen wurden die Rathaushotels Oberwiesenthal schließlich 2009 von den Hoteliers Eheleuten Hans und Leilya Pankl gekauft und knüpfen nun an die Blütezeit vergangener Jahre an.

Um 1850 teilte sich das damalige Haus noch in vier Gebäude auf, wobei der untere Teil eine Gastwirtschaft darstellte, welche als Garküche bekannt war. Robert Mothes kaufte 1846 das Haus von der Stadt und verkaufte es 1851 an Wilhelm Julius Lorenz weiter . Dieser ließ ein neues Gebäude erbauen und erstmals trägt das Gasthaus den Namen „Stadt Carlsbad“ – benannt nach der berühmten böhmischen Bäderstadt. Bis Ende des 19.Jahunderts wechselte das Haus mehrmals den Besitzer.

  • Geschichte Haus Rathaus (1)
  • Geschichte Haus Rathaus (2)
  • Geschichte Haus Keilberg (4)

Am 8. Mai 1891 brach ein großer Brand aus und vernichtete die Gebäude. Karl Friedrich Morgenstern, damaliger Eigentümer, baute einen Teil des Hauses wieder auf und verkaufte das noch nicht fertiggestellte Hotel an den damals erst 28-jährigen Josef Kreisl. Herr Kreisl war damals Pächter des Hotels „Deutscher Kaiser“ und hatte schon lange nach einem eigenen Objekt Ausschau gehalten. In den Folgejahren wurde das Hotel mehrmals um- und ausgebaut .

Am 15. Februar 1913 wird der gesamte Komplex erneut ein Raub der Flammen. Josef Kreisl lässt nun den Architekten Kunz ein großes modernes Hotel errichten. Das Gebäude wurde mit einer Zentralheizung und Spülklosetts ausgestattet – für damalige Verhältnisse ein sehr großer Komfort. Der große Saal, so wie wir ihn in den Abmessungen im Wesentlichen heute kennen, war ein besonderes Schmuckstück und für viele lebenslustige Oberwiesenthaler eine „gute Adresse“. Nach dem Tod von Josef Kreisl (1919) führte seine Frau das Hotel weitere 10 Jahre. Danach wurde es noch von mehreren Pächtern betrieben und diente während dem 2.Weltkrieg als Lazarett.

  • Geschichte Haus Rathaus (2)
  • Geschichte Haus Keilberg (3)
  • Geschichte Haus Keilberg (2)

In den Jahren nach 1945 stand das Hotel vorwiegend als Unterkunft für die Bergbauarbeiter der Firma SDAG Wismut zur Verfügung. Im Anschluss daran entstand hier das Ferienheim Friedenswacht, welches die Deutsche Volkspolizei nutzte. 1972 kaufte sie das gesamte Objekt von den Kreisl‘schen Erben ab und es wurde umfassend renoviert und umgebaut.

Mit der Wiedervereinigung Deutschlands wurde die Bundeswehr Eigentümer, die es wie viele andere Ferienobjekte an das Bundesvermögensamt übergab. Nach ca. 5-jährigem Leerstand wurde das Haus über einen Treuhand privatisiert und modernisiert. Die feierliche Wiedereröffnung der Rathaushotels Oberwiesenthal, mit seinen 114 Hotelzimmern, fand im Dezember 1996 statt .

Am 15. November 2009 kauften die Hoteliers Eheleute Hans und Leyla Pankl die beiden Gebäude der Rathaushotels und führen diese nun mit ihren Mitarbeitern. Die Rathaushotels bestehen nun aus dem Hotel RATHAUS (Markt 15) und dem Hotel KEILBERG (Markt 3). Seit dem 1. Dezember 2010 gehört auch das Hotel am Kirchberg mit seinen 25 freundlichen Hotelzimmern zu der Gruppe der Rathaushotels. Zu Beginn 2011 wurden die umfassenden Renovierungsarbeiten im Haus RATHAUS abgeschlossen und im März 2015 im Haus KEILBERG. Sämtliche Hotelzimmer, die Rezeption, der Frühstücksraum, die beiden Restaurants und die Hotelbar bestechen nun durch eine moderne Ausstattung und gemütliche Farben und laden zum Wohlfühlen ein.

Wir danken Frau Brigitte Roscher für die geschichtliche Recherche und wünschen unseren Gästen einen angenehmen Aufenthalt in den Rathaushotels Oberwiesenthal.

Ihr Olaf Thimmig
Hoteldirektor

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